Während die „Einzelfälle“ von rassistischer Polizeigewalt und rechtsextremen Netzwerken in den Sicherheitsbehörden nicht aufhören, bleibt die Berichterstattung über die Polizei strukturell einseitig. Wenn Kriminalität, Sicherheit oder Polizeigewalt thematisiert werden, prägen Polizei und Polizeigewerkschaften die öffentliche Debatte. Polizeimeldungen werden dabei oft nahezu unverändert übernommen, während Perspektiven von Betroffenen, Angehörigen und antirassistischen Initiativen um Sichtbarkeit kämpfen.
Doch wie entstehen diese Ungleichgewichte? Welche Rolle spielen Polizei und Medien bei der Konstruktion von Sicherheit und Gefahr, und warum sind gerade Polizeigewerkschaften dabei so zentral? Und welche Möglichkeiten bieten (digitale) Medien für politische Kämpfe um Aufklärung und Gerechtigkeit?
In einer gemeinsamen Online-Veranstaltung von krikowi und dis:orient diskutieren wir die Schnittstelle von Polizei, Medien und Rassismus. Mit dabei:
Mohamed Amjahid: Der Journalist und Autor hat in zahlreichen Recherchen das System der Polizeigewalt und den medialen Umgang damit untersucht. Er wird insbesondere die Rolle von Polizeigewerkschaften beleuchten, die abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit eine Schlüsselrolle bei der Legitimation von Polizeigewalt spielen.
Dr. Sevda Can Arslan: Die Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin forscht unter anderem zu Polizeigewalt und Medien und ist in der Initiative 2. Mai aktiv, die Aufklärung und Gerechtigkeit für Ante P. fordert.
Wann: 22.06.2026, 18:30 Uhr
Wo: Die Veranstaltung findet online statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Der Link zum Webinar wird in Kürze hier geteilt.
















